Starting over – was Sie über agiles Coaching wissen müssen

1. Was ist eigentlich mit agil gemeint?

Von großer Beweglichkeit zeugend, regsam und wendig beschreibt der Duden das Adjektiv „agil“. Gerne wird in diesem Zusammenhang von einem agilen Sportler gesprochen, dem nachgesagt wird, dass er flink und beweglich ist. Transportieren wir diese Attribute in die Arbeitswelt, dann beschreibt Agilität die Fähigkeit, sich schnell auf Veränderungen einstellen zu können. Zum Beispiel in einem Projekt oder bei einer Produktentwicklung.

2. Wie arbeitet man agil?

2001 haben erfahrene Entwickler einige Werte und Prinzipien im sogenannten Manifest für Agile Softwareentwicklung festgehalten, die beschreiben, was unter agilem Arbeiten zu verstehen ist.

Manifest für Agile Softwareentwicklung

Wir erschließen bessere Wege, Software zu entwickeln, indem wir es selbst tun und anderen dabei helfen. Durch diese Tätigkeit haben wir diese Werte zu schätzen gelernt:

  • Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge
  • Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation
  • Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlung
  • Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans

Das heißt, obwohl wir die Werte auf der rechten Seite wichtig finden, schätzen wir die Werte auf der linken Seite höher ein. Quelle: http://agilemanifesto.org

Die große Herausforderung beim agilen Arbeiten ist, dass es keine genaue Anleitung dafür gibt. Das liegt auf der Hand. Mit starren Plänen ist es unmöglich, sich schnell auf Veränderungen einstellen zu können. Das widerspricht dem Prinzip von Agilität.

Darum ist es deutlich leichter, in der Praxis verstehen zu lernen, was agiles Arbeiten ist. Learning by doing. Voraussetzung dafür ist ein erfahrener Coach und die unbedingte Bereitschaft zu lernen.

3. Sie arbeiten noch nicht agil, wollen aber damit anfangen?

Wie in Frage 2 schon angedeutet: Für agiles Arbeiten gibt es keine Patentlösung. Wichtig ist jedoch die unbedingte Bereitschaft, die eigene Komfortzone zu verlassen und Neues auszuprobieren – mit dieser Einstellung steht und fällt agiles Arbeiten. So ist vor allem wichtig, sein Tun zu hinterfragen und zu überlegen, was man besser machen kann. Weil das alles gar nicht so einfach ist, ist es wichtig, am Anfang von einem erfahrenen agilen Coach unterstützt und begleitet zu werden und an Schulungen teilzunehmen.

4. Was macht ein agiles Team aus?

Es hat Lust Neues auszuprobieren, arbeitet gut zusammen und hat ein Umfeld, in dem es wachsen kann. In der Summe bringt ein Team das nicht automatisch mit. Es ist ein Lernprozess, und es gibt keine Garantie, dass man von Anfang an den perfekten Teamschnitt findet. Aber es ist möglich, gute Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die wichtigste Rahmenbedingung ist die sogenannte Cross-Funktionalität. Ein Team sollte in der Lage sein, eine Aufgabe ohne externe Hilfe zu lösen. Zudem sollte es von der Organisation nicht durch Abhängigkeiten ausgebremst werden.

Colenet berät und unterstützt beim Finden eines initialen Setups und Mindsets sowie bei der Weiterentwicklung der vorhandenen Organisationsstrukturen.

5. Reicht es aus, nur das zukünftige agile Team zu schulen?

Das ist abhängig von der jeweiligen Organisation. Es kann Fälle geben, in denen es ausreicht, nur das Team zu schulen. In der Regel ist es so, dass ein agiles Team anfangs sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Nimmt es dann Fahrt auf, kann es sein, dass es von der Organisation ausgebremst wird, weil sie die agilen Ideen und Werte weder kennt noch verinnerlicht hat.

Für das Team ist das höchst frustrierend, was sich auf die Geschwindigkeit auswirkt. Um diese sogenannte Unternehmensgravitation zu verhindern, ist es unbedingt notwendig, auch die Organisation um das Team zu schulen und zu coachen.

6. Welche Schulungen werden bei Colenet angeboten?

Wir bieten eine große Auswahl an Schulungen an. Dennoch gibt es bei uns nichts von der Stange. Jeder Schulung geht ein intensives Gespräch mit unseren Kunden voraus. Das ist wichtig, um ein Gefühl zu entwickeln, welche Ist-Situation beim Kunden vorliegt, welches Know-how vorhanden ist, welches Ziel der Kunde verfolgt und mit welchem Teilnehmerkreis gearbeitet werden soll.

7. Hat man nach einer Schulung das nötige Know-how, um gleich loszulegen?

Ja. Zum Beispiel bei der Scrum- oder der Kanban-Schulung. Trotzdem sagen wir: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es kann passieren, dass es in der Praxis noch etwas hakt. Um den Lernprozess des Kunden zu beschleunigen, stellen wir agil erfahrene Experten wie Entwickler, Produkt Owner, Scrum Master oder Coaches für einige Zeit zur Verfügung, die das jeweilige Team unterstützen.

8. Sie arbeiten schon agil, aber es hakt noch an ein paar Stellen?

Da können wir unsere Kunden beruhigen. Das ist ganz normal und kein Beinbruch. Routinen schleichen sich ein und es kann passieren, dass der Drive dabei etwas verloren geht.

Manchmal ergeben sich Situationen, die ganz unbemerkt den Fortschritt hemmen. Das kann ein als gegeben angenommenes oder starres Umfeld sein, unausgesprochene Konflikte im Team oder mit den Stakeholdern. Oder es ist ein Impuls von außen nötig, um dem Team neues Handwerkszeug, Skills oder Perspektiven aufzuzeigen. Colenet hilft seinen Kunden dabei, wieder in den Fluss zukommen und das Team so zu unterstützen, das es wieder mit Feuereifer bei der Sache ist.

9. Sie arbeiten bereits agil, aber Ihre Pläne und Vorhersagen stimmen nie?

Auch das kann vorkommen und ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Ursachen dafür können ganz unterschiedlich sein. Ein Team hat vielleicht zu wenig Erfahrung oder es fehlt ihm die Sicherheit, Aufwände richtig einschätzen zu können. Es kann auch sein, dass die Anforderungen durch den Product Owner nicht ausreichend vorbereitet sind oder es externe Abhängigkeiten gibt, sodass eine Aufgabe nicht ohne Unterbrechungen zu erfüllen ist.

Wir helfen unseren Kunden dabei, herauszufinden, an welchen Stellen es hakt, vermitteln die nötigen Skills, damit eine stabile Planung möglich ist.

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